Zum Buch:

 

Der kleine Tuffeltaffel vom weit entfernten Planeten Tufftaff ist ein ganz besonderes Wesen. Er kann sich jeden Wunsch erfüllen und ist dennoch nicht zufrieden. In der Auseinandersetzung mit den Tieren findet er einen Weg zu sich selbst.

 

 

"Es ist nicht wichtig, was du besitzt, sondern am Ende zählen nur die Zeiten, die du mit einem liebenden Herzen verbracht hast", ist der Rat einer guten Freundin an Tuffeltaffel und an kleine und große Leser.

 

ISBN 978-3-86685-620-2

156 S. - 12 Euro

http://geest-verlag.de/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leseprobe:

Der schönste Vogel der Welt

Etwas später sah Taff einen traumhaft schönen Vogel, der leuchtend blau gefärbt war und eine lange Schleppe aus Federn trug, die fächerähnlich angeordnet waren. In seinem Federkleid waren viele blaugrüne Augen abgebildet. Es war ein Pfau, der anmutig einherstolzierte.

   „Oh, wie schön du bist!", staunte der kleine Tuffeltaffel. Er hätte sich nie im Leben vorstellen können, dass es so etwas Großartiges gab.

   „Du bist auch sehr schön", entgegnete der Pfau, und mit der Zeit wirst du immer schöner werden."

   „Wie soll das gehen?", zweifelte Taff an der Aussage des Pfaus.

   „Du verfügst über so wundervolle Fähigkeiten, die du jetzt mit Weisheit einsetzen kannst. Du hast noch Angst, dass du von den anderen abgelehnt wirst, wenn du dich anders verhältst, als sie es von dir erwarten. Aber genau das Anderssein, diese Einzigartigkeit ist es, die uns besonders werden lässt, denn das ist unsere Stärke und macht uns unvergleichlich schön. Es ist an der Zeit, dass auch du deine wahre Schönheit erkennst und entfaltest, denn diese kommt von innen. Und alsbald wirst auch du in der Lage sein, die Schönheit in jedem einzelnen Lebewesen zu erkennen." Mit diesen Worten stolzierte der Pfau davon.

 

Der Traum von der Eule

Der kleine Tuffeltaffel hörte im Schlaf ein leises „Huhu". Eine weiße Eule segelte über ihn hinweg und landete auf seinem Nachtlager.

   „Komm mit mir", wisperte sie, „ich zeige dir meine Welt."

   Etwas Geheimnisvolles schien dieses Tier zu umgeben.  

   ‚Es ist ja nur ein Traum', träumte Taff, und schon segelten sie gemeinsam durch die Nacht. Der Mond zeichnete silberne Konturen um eine fremde Welt. Millionen von Sternen ließen den Himmel leuchten. Es war eine zauberhafte Nacht, mystisch und klar.

   „Wie hast du mich gefunden?", fragte Taff erstaunt.

   „Du hast mich doch gerufen", antwortete die Eule, „erzähl mir von dir."

   Taff war verwundert über diese rätselhafte Erscheinung. Er hatte das Gefühl, die Eule könne bis in sein Herz und in jeden Winkel seiner Seele blicken. Und wie ein Damm, der plötzlich brach und von Wassermassen hinweggeschwemmt wurde, gab es in ihm jetzt kein Halten mehr. Er erzählte von seinem Leben und seinen besonderen Gaben, aber auch, dass es ihm seit geraumer Zeit überhaupt keine Freude mehr bereitete, sich alle Wünsche zu erfüllen... usw.